Es ist an der ZEIT – Präsentation der Zwischenergebnisse des Projekts ZEITREICH am 02.05.2018 in Frankfurt am Main

Ludwigshafen, 14.05.2018, 16:30 Uhr

HalbZEIT im Projekt ZEITREICH

Am 2. Mai 2018 war es an der ZEIT, eine Zwischenbilanz im Projekt ZEITREICH zu ziehen. Im Tagungszentrum des Caritasverbands in Frankfurt am Main erfuhren die rund 90 Besucher, welche Ergebnisse das Projekt bislang erzielt hat, welche Erfolgsfaktoren dabei entscheidend waren und wie es in der zweiten Hälfte des Projekts weitergehen wird.

Das Projekt ZEITREICH erarbeitet seit Ende 2016 mit mittlerweile 13 Betrieben- und Verwaltungen Lösungen für eine konfliktarme Arbeitszeitgestaltung. Nach Abschluss der ersten Modellphase mit sieben Betrieben und Verwaltungen, galt es nun, einen Blick auf die bisherigen Ergebnisse zu werfen und diese gemeinsam zu reflektieren. Zu diesem Anlass lud das ZEITREICH-Projektteam am 2. Mai 2018 die interessierte Öffentlichkeit nach Frankfurt am Main.

Nachdem Moderatorin Jette Altmann vom Institut für Beschäftigung und Employability IBE die Gäste begrüßt hatte, eröffnete Annette Schicke vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales das Programm. In ihrem Grußwort betonte sie unter anderem die politische Relevanz der Projektfragestellung und die damit verbundenen Absichten aus Fördersicht. Prof. Dr. Jutta Rump, Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability IBE und Themenbotschafterin der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) für Chancengleichheit und Diversity, erläuterte in ihrer darauffolgenden Ansprache den wissenschaftlichen Hintergrund des Projekts. Dabei zeigte sie insbesondere auf, inwiefern das Spannungsfeld zwischen flexiblen Arbeitszeitmodellen und agiler Organisation einen zusätzlichen Zielkonflikt darstelle und wie dieser im Kontext von Organisation und Arbeits(zeit)modellen zu beurteilen sei.

Die Betriebe und Verwaltungen standen mit ihren Arbeitszeitprojekten im Zentrum der Veranstaltung: vormittags mit drei Präsentationen, nachmittags mit acht Vertretern in einer Diskussion. So stellten zunächst aus der ersten Projektphase neben dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) auch die Zahnen Technik GmbH sowie das Finanzamt Trier ihre Erfahrungen und Projektergebnisse vor. Susanne Ruth und Ulrich Weyhofen vom BLB berichteten, wie sie mithilfe des ZEITREICH-Beraterteams die Bereiche Teleheimarbeit und Gleitzeit weiterentwickeln und eine individuelle Skizze zum Thema Lebensarbeitszeitkonten erarbeiten konnten. Helena Nickels von der Zahnen Technik GmbH zeigte auf, wie durch das Projekt nicht nur Lebensarbeitszeitkonten und eine Neuregelung der Auswärtsarbeiten für Monteure eingeführt werden konnte, sondern auch, wie durch das Projekt die Belegschaft insgesamt im Umgang mit Vertrauensarbeitszeit sensibilisiert wurde. Vor welchem Hintergrund es erforderlich wurde, beim Finanzamt Trier eine umfassende Orientierungshilfe für den Umgang mit Teilzeitarbeit zu entwickeln, legte Dr. Julia Köster anhand eines konkreten Praxisbeispiels dar.

Im Zuge der anschließenden Fishbowl-Diskussionsrunde, moderiert durch Christiane Flüter-Hoffmann (Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.) und Cornelia Rieke (wmp consult – Wilke Maack GmbH) wurde es schließlich interaktiv. So bot sich neben Michael Behrens und Karsten Wehmeier (thyssenkrupp Steel Europe AG – Werk Finnentrop), Jürgen Kentenich (Finanzamt Trier), Michael Kretschmer (Amtsgericht Dortmund), Susanne Ruth und Ulrich Weyhofen (BLB NRW), Wolfgang

Thomassen (Wirtschaftsförderung Hamm) und Herbert Zahnen (Zahnen Technik GmbH) auch den Besuchern die Gelegenheit, spontan über die Möglichkeiten und Grenzen konfliktarmer Arbeitszeitmodelle sowie deren Umsetzung zu diskutieren.

Der am Rande des Programms eingerichtete Projektmarktplatz ergänzte die Veranstaltung mit einer Auswahl themenverwandter Projekte. Vertreten waren „MASTER – Management ständiger Erreichbarkeit“, „ARBEITSZEITBOX – Praxishilfen für die Arbeitszeitgestaltung“, „GuSagO – Gute Schichtarbeit in gesunden Organisationen“, „Lebenszeit 4.0 – Zeitgerecht“, „FührDiv – Führung in der digitalisierten öffentlichen Verwaltung“ sowie „Strategische Personalplanung für KMU“.

HIER KÖNNEN SIE SICH DIE MATERIALIEN ZUR VERANSTALTUNG HERUNTERLADEN:

Projektergebnisse BLB NRW

Projektergebnisse Zahnen Technik GmbH

Projektergebnisse Finanzamt Trier

Präsentation Prof. Dr. Rump

Ausblick im Projekt

DIE INITIATIVE NEUE QUALITÄT DER ARBEIT: ZUKUNFT SICHERN, ARBEIT GESTALTEN

Attraktive Arbeitsbedingungen sind heute mehr denn je ein Schlüssel für Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland und bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Fachkräftesicherung in Unternehmen und Verwaltungen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales unterstützt daher mit der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) eine Plattform, auf der sich Verbände und Institutionen der Wirtschaft, Unternehmen, Gewerkschaften, die Bundesagentur für Arbeit, Sozialversicherungsträger, Kammern und Stiftungen gemeinsam mit der Politik für eine neue, nachhaltige Arbeitskultur einsetzen – entlang der Themenfelder Personalführung, Gesundheit, Wissen & Kompetenz sowie Chancengleichheit & Diversity. Als unabhängiges Netzwerk bietet die Initiative konkrete Beratungs- und Informationsangebote für Betriebe und Verwaltungen sowie vielfältige Austauschmöglichkeiten in zahlreichen – auch regionalen – Unternehmens- und Branchennetzwerken. Weitere Informationen unter www.inqa.de.

Pressekontakt:
David Zapp, Institut für Beschäftigung und Employability IBE, Hochschule Ludwigshafen am Rhein
Tel.: +49 (0)621 5203-312, E-Mail: david.zapp@ibe-ludwigshafen.de